Münchhausens Sprung durch die Kutsche
Deutsch - Kurzgeschichten
Geschrieben von: Muffi   
Mittwoch, 09 Juli 2008 19:00

Ihr wisst ja alle, dass mein Pferd genau so gut drauf ist wie ich. Hindernisse intresieren uns nicht, wir nehmen immer den direkten Weg.

Neulich waren wir mal wieder Hasen jagen. Als der erste Hase an uns vorbei pfiff, wollte mein Pferd zuerst nicht hinterher. Erstaunt beugte ich mich zu seinem Ohr hinunter. "He, wo liegt das Problem?", fragte ich. "Das Hasenvieh rennt direkt in Richtung Autobahn", erhielt ich zur Antwort. "Das riecht nach Unfall". "Quatsch mit Soße", sagte ich. "Hinterher, den will ich heute Abend im Suppentopf sehen". Mein Pferd rannte also los, immer volle Kanne dem Hoppeltier hinterher. "Schneller!!!!! ", rief ich. Das Pferd rannte auf drei Hufen wieter und kratzte sich mit dem vierten am Kopf, ohne das Tempo zu verlangsamen. "Tja, wenn wir mit diesem Tempo in diese Richtung weiterlaufen, dann prallen wir mit der Kutsche da drüben zusammen, die die Autobahn entlanggekrochen kommt. Ich hab ja gesagt, das gibt Ärger". "Kein Problem", antwortete ich. "Das schaffen wir locker". Wir also galoppierten in halsbrecherischem Tempo weiter. Die Kutsche kam näher und näher. Der Hase schaffte es gerade noch vor der Kutsche vorbei über die Autobahn. Ich duckte mich und schrie: "Spring!" Was soll ich sagen, wir sind ein gutes Team, mein Pferd und ich. Der Sprung ging zum rechten Fenster der Kutsche hinein, zum linken wieder hinaus. Die beiden Mädels, die drinnen bei einer Tasse Tee saßen, wussten gar nicht, was vorging, so schnell war alles vorbei.

Der Hase landete dann tatsächlich noch am selben Abend wie geplant im Suppentopf. Und die zwei Mädels haben mein Pferd und ich natürlich zum Essen eingeladen. Schließlich trifft man ja nicht alle Tage auf einer Autobahn auf eine Kutsche, und schon gar nicht auf eine mit so charmanten Insassen.

 

Zuletzt aktualisiert ( Mittwoch, 09 Juli 2008 19:16 )
 
Im Alten Rom
Deutsch - Kurzgeschichten
Geschrieben von: Muffi   
Sonntag, 22 Juni 2008 15:53

Vor einiger Zeit saß ich in der U-Bahn unter Rom. „Römisches Amphitheater“, tönte es aus den Lautsprechern. Die Bahn hielt, einige Leute stiegen aus, einige ein. Dann kam eine heulende Frau herein, setzte sich neben mich und schluchzte: "Warum, warum nur. Warum ausgerechnet diesen Mann. Ich lieb doch Musus". So ging es, bis ich das Geheule nicht mehr ertragen konnte. Ich fragte sie: "Warum heulst du?" "Meine Eltern wollen mich mit dem reichen Senator Herzus Losus vermählen, obwohl ich nicht will", sagte sie deprimiert. "Warum sprichst du nicht mit deinen Eltern darüber?", fragte ich sie. "Bei uns ist es Brauch, dass die Eltern bestimmen, wer wen heiratet", jammerte sie und fing wieder an, zu heulen. "Tja, dann hast du ja wohl echt gelitten", sagte ich schadenfroh und stieg aus, weil die Bahn gerade meine Haltestelle erreicht hatte.

 

alternative, lehrerfreundliche Version:

(...)
"Tja, da hast du aber mächtig Glück, dass du mich getroffen hast. Zufällig bin ich der Imperator Juljus Cäsar, und ich regiere hier in der Gegend so rum. Gib mir deine e-mail-Adresse, ich schicke Herzus Losus in die Verbannung und organisiere das mit der Hochzeit mit Musus", sagte ich. Veblüfft gab sie mir die Adresse. Noch bevor sie sch bedanken konnte, tönte eine Stimme aus dem Lautsprecher: "Capitol, Regierungsbezirk. Senatoren und Imperatoren bitte aussteigen". Ich stand auf, verließ die Bahn und ging zur Arbeit.

Zuletzt aktualisiert ( Freitag, 27 Juni 2008 19:16 )
 
Das Rennen
Deutsch - Kurzgeschichten
Geschrieben von: Horst   
Sonntag, 04 Mai 2008 16:33
Es war einmal ein Rennfahrer. Der hieß Hans. Der fuhr sehr gerne um die Wette. Einmal aber wurde er zum Weltmiesterschaftsrennen eingeladen. Er holte sein schnellstes Auto, das er hatte. Mit dem Auto fuhr er zur Strecke, wo alle Teilnehmer ihre Wagen bereit machten. Aus dem Lautsprecher tönte:"Alle Teilnehmer bitte an den Start!" Am Start stand natürlich auch der Erzfeind Jan. Jan fragte:"Du auch hier? Ich hätte nicht gedacht, dass du so weit kommen würdest". Sie standen sogar nebeneinander. "Auch das noch", dachte Hans. Auf einmal kam ein Mann, der einen Werkzeugkasten in der Hand hielt und sprach:" Nimm diesen Werkzeugkasten. Wenn du in die Box gehst, ihn dort hinstellst und wieder gehst, dann wird deine Box mit den besten Werkzeugen der ganzen Welt gefüllt sein. Und nicht nur das. Die besten Mechaniker sind auch dabei, so dass du mit Leichtigkeit gewinnst". Hans nahm den Werkzeugkasten, ging in die Box und stellte ihn in eine Ecke. Er stieg in seinen Wagen ein und es ertönte das Startsignal. Er war gut dran, der vierte Platz, aber Jan drängte ihn an die Abzeunung. Der Reifen bekam kleine Schnitte und verlor Luft. Er musste wohl oder übel in die Box. Es dauerte nicht lange, da war der Reifen ausgewechselt. Hans war erstaunt. In seiner Box standen fünfzehn Mechaniker und alle Schränke waren gefüllt mit Werkzeug. "Wahnsinn", dachte Hans.
Zuletzt aktualisiert ( Sonntag, 04 Mai 2008 16:35 )
 
The Birthday Party
English - Short Stories
Geschrieben von: Muffi   
Dienstag, 29 April 2008 18:27

last weekend - birthday - presents - party - boring - fun - hamburger

Last weekend was my birthday. In my room there was a party. My six friends were there. They gave me a lot of presents. We didn't know what to do and it was very boring. Suddenly my friend Horst had an idea. He said: "Let's go to the kitchen and make some hamburgers". When we made the hamburgers we had much fun.

 

Zuletzt aktualisiert ( Donnerstag, 01 Mai 2008 17:46 )
 
Die geheimnisvolle Küche
Deutsch - Kurzgeschichten
Geschrieben von: Horst   
Dienstag, 22 April 2008 19:06
In einer schaurig kalten Winternacht schlief das Gespenst Hai-Buh im Turm der Burg Felsenhoch. Es war eine halbe Stunde vor Mitternacht. Plötzlich wachte Hai-Buh auf. "Hmm, was riecht hier so wohltuend, dass mir im Schlaf das Wasser im Munde zusammen läuft?", fragte sich Hai-Buh. Er schlüpfte in sein weißes, flatterndes Totenhemd. Er war so in Eile, dass er vergaß, sein Hemd zuzuschnüren. Deshalb verhedderte er sich und stolperte kreischend die Treppe hinunter. Hai-Buh raffte sich schnell auf und eilte zur Küche, denn von da kam der herzhafte Duft. Er hielt seine alte, rostige Kette gut fest, damit sie ihn nicht verriet, und öffnete vorsichtig die Tür. Am Herd stand eine unheimliche, weiße Gestalt mit einer seltsamen Mütze auf dem Kopf. In der einen Hand hielt sie einen Kochlöffel und in der anderen Hand einen seltsamen Rührlöffel. Das Gespenst rasselte unheimlich mit seiner Kette, um den Fremdling zu erschrecken. Der Fremdling schien ihn nicht zu hören und rührte weiter in einem großen Topf. Jetzt stellte sich Hai-Buh hinter die seltsame Erscheinung un legte ihr seine kalte Knochenhand auf die Schulter. In diesem Agenblick schlug es zwölf Uhr. Die Gestalt am Herd drehte sich langsam um.

Hai-Buh wurde bleich und bleicher im Gesicht. Das grinsende Gesicht, das ihn anstarrte, war über und über mit Blut verspritzt. Auch das weiße Gewand war mit roten Flecken verschmiert. Vor Schreck fuhr Hai-Buh in den Kamin. Als sich Hai-Buh wieder beruhigt hatte, schaute er vorsichtig mit einem Auge zum Herd. Dort stand der Eindringling und schüttelte sich vor Lachen. "Wer bist du?", fragte Hai-Buh. "Ich bin der neue Schlosskoch.", antwortete dieser und lachte immer noch. "Und du bist bestimmt das Schlossgespenst. Entschuldige bitte die rote Soße auf meiner Mütze, aber ich koche gerade Spaghetti mit Tomatensoße. Willst du mir bei meinem mitternächtlichen Mahl Gesellschaft leisten?". Hai-Buh war erleichtert. Sie setzten sich an den Küchentisch, aßen die Spaghetti und schlürften zusammen die köstliche Soße. Sie wurden gute Freunde.

Zuletzt aktualisiert ( Mittwoch, 23 April 2008 18:28 )
 
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